Juli

 

Juli - Pflanzenportrait Heidelbeere

HEIDELBEEREN

Pflanzenportrait  Heidelbeere
Seit der Antike  gelten diese Früchte als nahrhaftes Lebensmittel, das zudem  die Gesundheit fördern kann.
Je nach Standort kann der Zwergstrauch eine Wuchshöhe von 10 bis 40 cm erreichen und bis zu 30 Jahre alt werden.
Die Pflanze wächst mit grünen, kantigen, verästelten Zweigen. Die kurz gestielten, rundlich bis eiförmigen Laubblätter sind leicht zugespitzt.Die grünlich- blassrosa Blüten stehen einzeln oder zu zweit. Blauschwarze, kugelige, erbsengrosse Früchte sind meist  bereift und enthalten bis zu 40 Samen. Der Wurzelstock der Pflanze ist kriechend und verzweigt. Das Kraut gedeiht auch auf saurem, nährstoffarmen Boden und ist bis in eine Höhe von 2500 Metern anzutreffen. Blütezeit je nach Höhenlage April bis Ende Mai.
Gesammelt werden die Blätter zwischen Juni und Oktober und die reifen Früchte .
Heidelbeeren sind reich an Karotenen die  unser Immunsystem und  die  Zellen gegen Bakterien und freie Radikale schützen. Die  bedeutende   Menge  der Antioxidantien in den  Beeren kann vorbeugend gegen Krebs und vorzeitige Alterung helfen.
Eine wichtige  Eigenschaft der getrockneten Beeren ist ihre Wirkung  bei  Durchfall. Dies  ist auf den hohen  Gerbstoffgehalt zurück zu führen. Die Stoffe sind so gebunden, dass sie  erst  im Darm frei werden  und daher den Magen nicht belasten.
Die Inhaltsstoffe der Blätter waren dafür verantwortlich,dass die Heidelbeere schon früh als Arzneimittel galt. Die  Blätter  schmecken  leicht säuerlich und können frisch oder getrocknet verwendet werden. Sie wurden allerdings von der Kommission  E als leicht giftig eingestuft und von einer innerlichen Verwendung wird daher abgeraten.
Pflanzenfamilie: Ericacae   /Heidekrautgewächse
Botanischer Name:
Vaccinium myrtillus
Volksname:
Moosbeere, Blaubeeren, Schwarzbeere
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe,Pektin, Zitronen und Apfelsäure,Glycoside,Anthocyane,Vitamine ABCE,Mineralstoffe Kalium,Kalzium,Magnesium,Eisen
In der Naturheilkunde werden  die frischen oder getrockneten Früchte und die Blätter  verwendet.
Anwendung:
innerlich und äußerlich
Blutkreislauf,Blasenentzündung, Darmprobleme,Hämohorrriden, Venenstau, Gürtelrose,Ekzeme, Hautprobleme
Wirkung: asdringierend,antibakteriell,blutstillend, antidiabetisch
Heidelbeeren werden hauptsächlich in der Küche verwendet dabei können die Früchte wesentlich mehr.
Zerkleinert und äußerlich angewendet können  sie bei verschiedenen Hautkrankheiten die durch Pilze oder Bakterien verursacht werden (Ekzeme,Gürtelrose) aber auch bei fettiger oder schuppiger Haut helfen .
Hildegard von Bingen verwendete den Heidelbeersaft bei Infektionen der Harnwege, Nieren und Leberleiden,gegen Pankreatitis,Magen und Darmprobleme,Athrose und chronischer Müdigkeit ein.
Inzwischen weiss man dass die Früchte bei einer Makuladegeneration,grauem Star, aber auch anderen Augenkrankheiten hilfreich sein können.

Ein starker  Absud aus den Blättern, bei Ekzemen, äußerlich angewendet kann die Wundheilung fördern.

Aus Heidelbeeren wird  auch ein Öl hergestellt.
Es enthält viele Antioxidantien und Vitamine sowie Omega 3 und 6 Fettsäuren, die der Haut Feuchtigkeit  und Elastizität spenden. Das Öl hat einen angenehmen, fruchtigen  Geruch, stimuliert das Gemüt positiv und beruhigt. Es wird für Massagen und zur Herstellung von Seife verwendet. Bei  Akne, Verbrennungen und Ekzemen entfaltet es lindernde Eigenschaften.

Feuchtigkeitsmaske:
1/2 Tasse Heidelbeeren
1/2 Tasse  Honig
1/2 Becher Joghurt
auf das Gesicht  auftragen und 15 Minuten einwirken lassen.
Regelmäßig angewendet wird der Alterungsprozess vermindert und der  PH-Wert der Haut  reguliert.
Man kann die Beeren auch einfrieren, dadurch erhöht sich die Konzentration der antioxidativen Stoffe. Die Eiskristalle, die sich während des Einfrierens bilden, brechen  die Struktur des Pflanzengewebes, so dass die Anthocyane besser zur Verfügung stehen.
Heidelbeerblätter kann man auch sehr gut verräuchern. Sie gelten als Schutzkraut, das schlechte Energien und böse Kräfte fernhält. Auch für Wunsch und Glücksrituale sind sie  geeignet. Die Pflanze ist dem Planeten  Venus zugeordnet.

Die ersten Beeren sind schon reif, also ab in den Wald!

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